
Hannes Eckeberg
Zu den Produkten von Hannes Eckeberg
Die Arbeiten des Keramikers Hannes Eckeberg sind maßgeblich geprägt durch die fundierte künstlerische Ausbildung, die er im Keramik-Atelier Liebfriede Bernstiel in Ahrensburg in Schleswig-Holstein erfuhr.
Durch Bernstiel, die ihrerseits eine Schülerin Otto Lindigs war, wurde er mit der Formensprache und dem Gedankengut des Bauhauses vertraut, die bis heute seine Arbeit prägt. Die Strenge der Form, die klaren Konturen bei anmodellierten Teilen, die sich deutlich voneinander abheben und nicht „schwammig“ ineinanderfließen, charakterisieren diesen Stil.
„Die 1998 verstorbene Keramikerin Liebfriede Bernstiel vermachte mir die alten Gipsformen des ,Marcks'schen Tee-Services‘! Gerhard Marcks wurde als einer der Ersten von Walter Gropius ans Bauhaus verpflichtet und leitete dort als ,Formmeister‘, also als Künstlerischer Leiter, die keramische Werkstatt. Er erarbeitete dieses zeitlos schöne Service in Zusammenarbeit mit Liebfriede Bernstiel, die ihm 1946 an der Landeskunstschule in Hamburg assistierte. Ich schätze mich glücklich, in Absprache mit der Erbengemeinschaft von Gerhard Marcks dieses Tee-Service in geringer Stückzahl produzieren zu dürfen.“
Neben Gebrauchskeramik beschäftigen Hannes Eckeberg themenbezogene und gesellschaftspolitische Auseinandersetzungen, die eher im bildhauerischen Objekt als im Nutzen des Gebrauchs ihren Ausdruck finden. Was allen Arbeiten gemein ist, ist die klare Ästhetik der Formensprache.
Seit 1990 betreibt Hannes Eckeberg sein eigenes Keramik-Atelier in Bülitz im Wendland, seiner Wahl-Heimat, wie er sagt. Alle Arbeiten werden bei 1260 bis 1280 Grad Celsius oxidierend im Elektro-Ofen gebrannt. Es handelt sich also um Steinzeug, weil der Scherben durch die große Hitze dicht gesintert ist. Die Produkte sind dadurch sehr hart, ähnlich dem Glas, was sich am Klang erkennen lässt, und somit frostsicher und spülmaschinenfest.