Beschreibung
Colin Chrouch
Das befremdliche Überleben des
Neoliberalismus
Spätestens als
Lehman Brothers im September 2008 Insolvenz anmelden mußte, hatte es für einen
kurzen Moment den Anschein, als habe die letzte Stunde des Neoliberalismus
geschlagen: Nachdem das Mantra vom Markt und von der Privatisierung seit den
siebziger Jahren in aller Munde war, sollten nun die Regierungen eingreifen, um
systemrelevante Banken zu retten. Die Kompetenz der Wirtschaftsführer stand
massiv in Frage. Heute, nur drei Jahre später, bekommen die Manager wieder
riesige Boni. Zur Refinanzierung der Rettungspakete werden Sozialleistungen
gekürzt. Die Logik des radikalen Wettbewerbs und des unternehmerischen Selbst
prägt nach wie vor unsere Mentalität. Wie ist das möglich? Diese Frage stellt
Colin Crouch in seinem großen neuen Essay. Der Autor des vielbeachteten
Bestsellers "Postdemokratie" zeichnet die Ideengeschichte des Neoliberalismus
nach und betont, daß der Konflikt Staat vs. Markt zu kurz greift: Es sind die
gigantischen transnationalen Konzerne, unter denen die Demokratie "und" das
Marktmodell leiden. Doch wir können uns wehren, indem wir uns auf unsere Werte
und unsere Macht als Verbraucher besinnen. Das ist Crouchs optimistische Vision
einer sozialen und demokratischen
Marktwirtschaft.
Rezension ________________________________________
"Wer wissen will, warum genau es noch mal zur Finanzkrise kam und warum das alles immer noch weitergeht, der höre nicht auf die Banalytiker in Funk und Fernsehen, sondern lese Colin Crouchs neues Buch." Timo Frasch Frankfurter Allgemeine Zeitung
Autorenportrait ________________________________________
Colin Crouch lehrt Governance and Public Management an der University of Warwick.
Autorenportrait ________________________________________
Professor Colin Crouch is chair of the Institute of Governance and Public Management at the Business School of Warwick University. He is also the External Scientific member of the Max-Planck-Institute for the Study of Societies at Cologne. He previously taught sociology at the LSE, and was fellow and tutor in politics at Trinity College, Oxford, and professor of sociology at the University of Oxford. Until December 2004 he was professor of sociology at the European University Institute, Florence. He is a Fellow of the British Academy.
